Jean Assenmacher Dolldep on Dolldep eß zweierlei und andere Schmunzelgedichte. 62 Seiten. Redaktion: Jean Assenmacher, Lothar und Martina Vreden Herausgegeben vom Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e.V. 1985. Erstauflage 1985, 2. Auflage 1991.
Das komplette Heftchen können Sie als PDF über LINK 1 unten aufschlagen.
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Im Jahre 1985 veröffentlichte Oberdollendorfs Heimatdichter Jean Assenmacher mit einer Gedichtssammlung erstmals ein Büchlein beim Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven. In "Dolldep on Dolldep eß zweierlei und andere Schmunzelgedichte" stellte er auf 62 Seiten eine Reihe von Gedichten in Mundart und Hochdeutsch vor, die aus seiner Feder stammten und sich hauptsächlich mit den Menschen und dem Leben in Ober- und Niederdollendorf - "und drumherum" - beschäftigten. Dabei traf er oft den Nagel auf den Kopf.
In seinem Vorwort schrieb er (in seiner unnachahmlichen Art):
Auf ein Wort, Freunde! Es stimmt einfach nicht, daß Gedichte ein schnell wirkendes Schlafmittel sind. Wer sie richtig zu lesen versteht, im Hirn langsam zergehen läßt, vor allem aber sich nicht im Übermaß damit herumschlägt, erleidet kaum Schaden an Leib und Seele. Zudem sind im vorliegenden bescheidenen Büchlein sowieso keine Prachtwerke, sondern hinterhältige Machwerke zu finden. Immerhin nehmen sie unsere engere Heimat, die Gepflogenheiten der Menschen und etliche Unzulänglichkeiten des Lebens ein wenig auf die Schippe. Vor dem Schlafengehen gelesen, könnte also das eine oder andere Gedichtchen durchaus ein vergnügliches Betthupferl sein.
Und bitte, keine Angst oder gar falsche Scham vor unserer Mundart. Sie ist gottlob wieder „in", und wer sie perfekt beherrscht, steht bei Hochdeutschgeborenen im Verdacht, Arabisch oder Chinesisch zu können. Über die Schreibweise des heimischen „Volapüks" sollte man dabei nicht streiten. Außer in Ur-Köln, wo die Mundart von „Ahle Maat" bis „Zänte Mätes" in einer nahezu heiligen Grammatik verbrieft ist, ändert sich das rheinische Platt von Ort zu Ort. Selbst im Gebiet der Stadt Königswinter gibt es feine, aber doch merkliche Unterschiede. Man braucht nur den Klangfärbungen zwischen „Mest - Meß on Möß" nachzulauschen.
Ich bin kein Sprachexperte für rheinische Mundart, meine aber, daß es richtig ist, einen Dialekt im begrenzten Raum so zu Papier zu bringen, wie er dort gesprochen wird. Übrigens, man sollte die Mundart-Gedichte langsam, zur Not sogar zweimal lesen. Ist dann der Groschen immer noch nicht gefallen, findet man am Ende der Schrift eine Übersetzung der „komplizierten" Wörter. Und nun viel Spaß bei „Dolldep on Dolldep eß zweierlei" und weiteren Schmunzelgeschichten. Der Verfasser
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