Heisterbach im Siebengebirge - General-von-Hobe-Denkmal 1915

Das Bild zeigt im Innenbereich des Klosters Heisterbach das Denk- und Grabmal des preußischen Generals Curt von Hobe.

Joseph Steinbach beschreibt dieses Denkmal in „Heisterbach und seine Vorzeit“:
„Gleich rechts vom Aebtegrab erhebt sich im Schatten der Buchen und Eichen eine Pyramide von Basaltsteinen mit einem einfachen Kreuze. Hier hat der zeitige Besitzer Graf zur Lippe treuen Freunden ein stilles Ruheplätzchen eingeräumt. Der Grabstein besagt:
Hier ruhen nach langjährigen Verein im Leben und auch im Tode vereint:
Curt von Hobe, königl. Preuss. General – Lieutnant, geboren am 13. Okt. 1765, gestorben zu Köln am 24. Dezember 1822, und Therese von Hobe, geb. Freiin von Rothschütz, geboren am 18. Februar 1770, gestorben zu Köln am 16. Mai 1822. Zu ihnen gesellte der Vorsehung Rathschluss, die treue Gefährtin des Sohnes, Cora von Hobe, geb. Uebel, geboren am 10. Dezember 1807 und gestorben zu Bonn am 14. November 1831“.

Im „Pantheon des Preußischen Heeres“, herausgegeben zu Berlin 1835 von L. Freiherrn von Zedlitz, lesen wir über Curt von Hobe unter anderem:
„Durch seinen biedern Charakter und seine übrigen ritterlichen Eigenschaften erwarb er sich schon frühzeitig die ungetheilte Liebe und Achtung seiner Kameraden und Vorgesetzten, und besonders waren es der nachmalige Fürst Blücher von Wahlstadt, so wie der spätere Commandeur des Regiments, General der Kavallerie von der Golz, welche ihn persönlich sehr werth hielten, und von denen er den Letzteren wiederholt auf dessen Reisen und zu den Revuen nach Berlin begleiten mußte.

Im Laufe der vorerwähnten denkwürdigen Feldzüge waren dem General von Hobe durch des Königs Majestät die beiden eisernen Kreuze, der Orden pour le mérite mit Eichenlaub,…, - von dem Kaiser von Rußland der St. Annen- Orden zweiter Klasse und der St. Wladimir-Orden dritter Klasse, - vom Kronprinzen von Schweden der Schwerdt- Orden verliehen worden.
Im Jahre 1820 empfing der General-Major von Hobe das Commando der Königlichen l5ten Division in Köln, ward am l. April 1822 zum General-Lieutenant ernannt, auch im Laufe dieser Zeit durch wiederholte Beweise der Allerhöchsten Gnade und der persönlichen Wohlgewogenheit Sr. Majestät des Königs erfreut, es empfing derselbe auch den rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub.

Am 21. Dezember 1822 rief ihn zu Köln ein Schlagfluß plötzlich aus dem Kreise der Seinen und dem Bereiche seiner unermüdlichen Thätigkeit höchst unerwartet ab.
Für die innige Anhänglichkeit und Verehrung seiner Untergebenen, als eine gerechte Folge der tiefen Gemüthlichkeit, der Herzensgüte und echten Humanität des Geschiednen, zeugt das sinnige Denkmal, welches die Königl. 15. Division ihrem verewigten Führer in der romantischen Gegend des Siebengebirges, in den Umgebungen der, dem Herrn Grafen Ernst zur Lippe gehörigen Abtey Heisterbach auf der Stelle errichtet hat, wo der Verstorbene einem früher selbst geäußerten Wunsche gemäß, an der Seite seiner ihm nur wenige Monate vorausgegangenen Gattin, ruht.“

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Weitere Bilder und Texte zum Denkmal des Generals von Hobe finden Sie in unserem Museum unter dem Suchbegriff "von Hobe".

 

Postal. gelaufen am:
21.9.15 8-9V Godesberg
An Fräulein M. Heinz (I.)
Hahnheim b. Wiesbaden

Auf der Postkarte ist fälschlicherweise "General v. Hove-Denkmal" gedruckt.

-------------------------------------------------------
Das ist unser komplettes Virtuelles Museum:

Bild von 1915
Text: Rudi Schuchert/Dieter Mechlinski
Quelle: Fotograf unbekannt
Zur Verfügung gestellt von Rudi Schuchert
Marker Grabmal von Hobe - bei KuLaDig - Marker Heisterbach - unsere umfangreiche Dokumentation

Raum: Ansichtskarten, Postkarten Vitrine: Heisterbach
Raum: Heisterbach Vitrine: Klosteranlage
Raum: Denkmäler Vitrine: Heisterbach
Dieses Bild wurde 1358 Mal angesehen
Datensatz 1043 wurde zuletzt bearbeitet von rsch/dm/lv/rsch/dm am 22.04.2020 um 13:28 Uhr
Nachricht E-Mail mit Information / Anmerkung zum Bild verschicken
Museum Zur Startseite Virtuelles Brückenhofmuseum