Einmalig in Oberdollendorf: Drei Goldhochzeiten 2013 gemeinsam gefeiert

Dazu schrieb Roswitha Oschmann:
Die Laurentius-Kirmes am zweiten August-Wochenende vor 50 Jahren – die kosteten Hella und Josef Blöser, Rosmarie und Martin Schwarz sowie Ingrid und Josef Wolf noch einmal als Aktive in vollen Zügen aus. Danach ging’s hurtig zum Traualtar.

Aus den Junggesellen wurden verheiratete Männer. Winzermeister Blöser gab seiner Herzensdame am 22. August 1963 das Ja-Wort, Schreinermeister Schwarz fünf Tage später und Bäckermeister Wolf am 24. September jenes „Dreihochzeitsjahres“ von Oberdollendorf.

Die drei Freunde gehörten der Sankt Sebastianus-Junggesellenbruderschaft von 1659 an, ihre Mädels lernten sie durch die Aktivitäten dieser Vereinigung kennen. Und nun luden die drei Paare gemeinsam anlässlich ihrer Goldhochzeit, quasi am „Vorabend“ der Kirmes 2013, die Junggesellen von heute, ihre Familien, Freunde, Nachbarn, ja, eigentlich „ganz Oberdollendorf“ ein.


Auch Bürgermeister Peter Wirtz kam ins knubbelvolle Festzelt, um zu gratulieren. Und Willi Hoitz, der vor 50 Jahren Brudermeister der Bruderschaft war, führte durch das Programm, bei der die „Decke Musik“ nach Noten unterhielt. Auch das hatte seine Bewandtnis: Diese Musikgruppe gab es auch schon vor einem halben Jahrhundert.

Josef Blöser erinnerte: „Wir waren jung, unternehmenslustig, wir spielten beim TuS Dollendorf Handball, wir machten bei allen Dorffesten ausgelassen mit. Mit der Sankt Sebastianus-Junggesellen-Bruderschaft verbinden wir wunderbare Feierlichkeiten wie den Sebastianustag, das Maifest und die Laurentiuskirmes. Wir wollten jeden Tag aus dem Leben etwas Besonderes herausholen.“

Und das ganz Besondere, was ihnen passierte: „Die drei Mädels, die uns wohlgesonnen waren. Danke, Ihr lieben Ehefrauen“, sagte Josef Blöser, auch im Namen seiner beiden Freunde.

Willi Hoitz gelang es vortrefflich, in Mundart an Ereignisse im Weinort Oberdollendorf und in der Bruderschaft zu erinnern. Natürlich – nur die Schönsten waren schön genug für das „Jelöösch“ beim Schützenzug. Er reimte: „Aus dieser Paarung, die vergänglich, wird manchmal lebenslänglich.“ Auch das Ehepaar Schwarz fand sich beispielsweise, als Martin als Begleiter des Königs eine Dame an seiner Seite suchte und Rosmarie erwählte.

Die drei Goldpärchen blieben all die Jahre verbunden. Regelmäßig treffen sie sich, laden sich gegenseitig ein, sie fuhren schon gemeinsam in Urlaub und werden wegen des besonderen Ereignisses zusammen nach Wien reisen.

Schon vor längerer Zeit beschlossen sie, einen gemütlichen Abend mit der Decke Musik in ihrem Goldjahr durchzuführen – aus Verbundenheit zur Bruderschaft. Die Jubilare kamen für Musik und Bewirtung auf. Und: Sie sammelten bei ihren Gästen für die Junggesellen-Bruderschaft. Eine schöne Einstimmung auf die Kirmes, die am heutigen Samstag mit dem historischen Umzug um 16 Uhr und dem Festgottesdienst um 18 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Laurentius beginnt. Und anschließend geht es im Festzelt weiter, wieder mit der Decke Musik.


Wir danken Roswiha Oschmann, dass Sie den Artikel und das Foto uns für unser Virtuelles Brückenhofmuseum zur Verfügung gestellt hat.

Bild von 2013
Zur Verfügung gestellt von Roswitha Oschmann - Bad Honnef
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